2016

Projektunterstützung des Jugendsteg e.V.

Im Projekt setzen sich über gemeinsame Musikworkshops die Teilnehmer/Innen aus 9. Regelklassen und Sprachlernklassen mit Gefühlen wie Wut, Trauer und Verlust textlich auseinander. Der musikalische Rahmen hilft dabei, kulturelle und sprachliche Grenzen besser zu überwinden.

Organisiert vom Jugendsteg e.V., finanziell gefördert von der Gerhard Jaeck Stiftung und umgesetzt vom Tuned-Jugendprojekt findet das Projekt am Steglitzer Hermann-Ehlers-Gymnasium und an der benachbarten Helene-Lange-Schule statt.

Im Gymnasium konnte innerhalb von drei Tagen bereits ein gemeinsamer Rap zum Thema „Heimat“, die ein syrischer Junge kriegsbedingt Richtung Deutschland verlassen hat, von der Texterstellung bis zur Aufnahme präsentiert werden.

Der Workshop an der Helene-Lange-Schule startet demnächst.

jugendsteg e.v. img 4252Rap verbindet (Fotos Jugendsteg e.V.)

 

jugendsteg e.v. img 4264Rap verbindet (Fotos Jugendsteg e.V.)


Für den Europapreis „Blauer Bär“ nominiert

Die Stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Jacqueline Lorenz wurde für die Vergabe des Europapreises „Blauer Bär“ am 9. Mai 2016 nominiert.

Die Europa-Beauftragte des Bezirks Steglitz-Zehlendorf Christina Wegner (l. im Bild) hatte sie vorgeschlagen wegen ihres Einsatzes in der lokalen Berichterstattung zum Thema Europa sowie ihres Engagements in der Gerhard Jaeck Stiftung angesichts des auf mehrere Jahre angelegten Projektes für geflüchtete Kinder.

Zur Feierstunde im Berliner Rathaus begleiteten die Nominierte neben Waltraud Söhnel-Jaeck auch Schirmherr Norbert Kopp und Dr. Reinhard Baumgarten vom Regionalmanagement Berlin Südwest (siehe Foto).


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Mit neuem Tablet auf dem Weg ins Schulleben

Bislan freut sich: Mit dem Microsoft-Tablet, das ihm von der Gerhard Jaeck Stiftung überreicht wurde, kann er nun noch intensiver ins Schulleben einsteigen. Denn er hat viel aufzuholen:

Im vergangenen Jahr war dem 15-jährigen Tschetschenen in der Charité ein neues Herz transplantiert worden, und seitdem hat sich für den Jungen eine Menge geändert. Endlich kann er Radfahren, wozu ihm zuvor die Kraft fehlte, und dreimal wöchentlich erhält er nun Schulunterricht zu Hause.

„Am liebsten mag ich Mathe“, verrät Bislan, der bereits fließend Deutsch spricht und mit seiner Familie im Wedding lebt.
Regelmäßig muss der Junge noch zur Kontrolle auf die Herzstation des Herzzentrums und wünschte sich dazu ein Tablet, das nicht zu schwer ist und das er auch zu eventuellen Krankenhausaufenthalten zum Lernen mitnehmen kann.

Bei der Auswahl beriet Antje Minhoff von der MINHOFF GmbH die Gerhard Jaeck Stiftung fachkundig, und so konnte nun das passende Tablet in Bislans Besitz übergehen.

„Ihr seid Fremde und habt mir so geholfen. Das vergesse ich nicht“, bedankte er sich strahlend bei der Stiftungs-Vorsitzenden Waltraud Söhnel-Jaeck, mit der er in Kontakt bleiben will.

bislan tablet 21 03 16 1000Bislan (h.r.) mit seinen Geschwistern sowie Waltraud Söhnel-Jaeck (v.l.) und Jacqueline Lorenz (m.r.) von der Gerhard Jaeck Stiftung.


Am 28. Januar 2016 unterschreiben Waltraud Söhnel-Jaeck und die Geschäftsführerin des Mittelhof e.V. die Fördervereinbarung für das Pilotprojekt „Tagespflege für besonders belastete Kinder asylsuchender Eltern“ im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Damit soll ein Angebot für besonders belastete Kinder – zunächst asylsuchender Eltern – entstehen, das mit Hilfe eines Tagepflege-Angebotes auf eine Regelbetreuung einer Kita, bzw. auf die Überleitung in die Grundschule vorbereitet und dadurch den Kindern den Schritt in die integrative Gemeinschaft erleichtert.

Die Gerhard Jaeck Stiftung hat als Partner des ausführenden Mittelhof e.V. die Finanzierung über das auf fünf Jahre angelegte Projekt übernommen.

Entstanden ist das Projekt aus einem Konzept von Isabell Simonsmeier und Stephen Schwarck vom Jugendamt Steglitz-Zehlendorf, das dieses Projekt beratend begleiten wird.

Waltraud Söhnel-Jaeck (m.), Isabell Simonsmeier (l.) und Ingrid Alberding freuen sich auf den ProjektstartWaltraud Söhnel-Jaeck (m.), Isabell Simonsmeier (l.) und Ingrid Alberding freuen sich auf den Projektstart

Waltraud Söhnel-Jaeck erklärt: „Ich bin froh, dass das Projekt nach der ausgesprochen unkomplizierten und zügigen Vorbereitung durch das Jugendamt und den Mittelhof e.V. zugunsten der Kinder jetzt an den Start gehen kann und hoffe, dass bald geeignete Räume dafür gefunden werden können.“

Isabell Simonsmeier: „Eine Förderung des Projektes von fünf Jahren wird uns ermöglichen, dass belastete und traumatisierte Kinder Geflüchteter eine besondere Form der Betreuung erhalten und wir wichtige Erkenntnisse gewinnen, wie ihnen der Übergang in die regelhaften Institutionen gelingt. Für das von der Gerhard Jaeck Stiftung entgegen gebrachte Vertrauen möchten wir uns bedanken. Auf die beginnende Kooperation mit dem Mittelhof e.V. freuen wir uns.“

Ingrid Alberding: „Eine wunderbare und notwendige Idee des Jugendamtes, die wir sehr gerne zu realisieren helfen. Mit den beteiligten Partnern habe ich Kooperationspartner getroffen, die wirklich unbürokratisch schnell helfen wollen und es tun. Nicht immer selbstverständlich in diesen Zeiten: vielen Dank.“

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